Heute blieb ich zuhause und füllte meinen Bazibarce mit jeder Menge Blogeinträgen. Gehe zurück bis zum Artikel Rückmeldung, dann weißt Du, was ich heute hier gemacht habe. Frohe Ostern. Hier gehts dann weiter mit dem Ostersonntag:
Den Sonntag habe ich es dann endlich mal geschafft, Barcelona zu verlassen. Nicht, dass es einen danach dürstete, ich kenne hier immer noch nicht halb so viel wie ich gern würde. Aber naja. Montserrat. Kloster. Berge. Montse, wie der Barcelonite sagen würde. Barceloniete, wie ich gerne betone.
Mit einem Smint mit dem gaumenschmeichelnden Geschmack von Maracuja im Mund machte ich mich auf die Reise. Leider musste ich feststellen, dass ein absolut wolkenfreier Himmel kein Garant für warmes Wetter sein muss. Schon gar nicht in den Bergen. Immerhin hatte ich eine Regenjacke mit, die mein immerhin keinem zeigte, dass ich nur ein T-Shirt trage und von daher erbärmlich friere. Hüstel.
Nach 1,5 Stunden Anfahrt erlebte ich in einer absolut phantastischen Kulisse leider nur ein Christus-Wunder-Land mit Restaurants, Cafés und einem Andenkenladen größer als die Kirche, die hinter alledem nicht leicht zu finden war. Es gab eine 300 m lange Schlange nach irgendwo, womöglich hätte es sich gelohnt, sich dort einzureihen, ich ging aber ein bisschen spazieren.
Leider habe ich erst einen kleinen Spaziergang auf der sonnenabgewandten Seite gemacht und freute mich über Reste von Schnee neben dem Weg, der abrupt endete und den ich daher einfach wieder zurückgehen durfte. Aber da man von der die Pyrenäen sehen konnte, war es das durchaus wert.
Dann kurze Pause und den Weg zur Heiligen Höhle entdeckt. Nach einer ziemlich anstrengenden Reise die Berghänge entlang kam ich dort an. Leider hatte die zugehörige Kapelle vor 30 Minuten geschlossen. Also noch ein Weg ohne Ziel, den ich wie ich gekommen bin zurück gehen musste. Aber, ehrlich gesagt, Wetter, Landschaft und Aussicht waren so wunderschön, dass mich diese blöde Kapelle ohnehin nicht gelockt hatte. Es war toll!
Die Rückfahrt dauerte dann auch noch mal über 2 Stunden und als ich abends daheim war, war ich ziemlich platt. Aber es hat sich echt gelohnt. Wenngleich es, vom klösterlichen her gesehen, nicht mit einem Kloster wie Lluc auf Mallorca mithalten kann. Das war einfach zu turistisch. Krass, wie man diesen Frieden da oben so verkaufen kann. Nichts gegen Touristen. Aber Zahnradbahn, Seilbahn, mehrspurige Straße, riesige Aussichtsplattformen ... ich weiß nicht.

Die Zahnradbahn. Wie Jochen muss ich immer lachen, wenn ich das Wort höre. Es erinnert einfach zu sehr an die Brüder Hautameki und vor allem an die grandiosen Künstler Christoph und Lollo.

Der Berg Montserrat mit Kloster. Ansicht von unten, aus der Zahnradbahn (kicher).

Leider musste man die Ecken, die romantisch klösterlich aussehen, suchen. Diese gehörte definitiv dazu. Und die Aussicht. Phänomenal, oder?

Hier noch mal ohne störenden Geistlichen. Ich war so hin und weg davon, sowohl Meer und Barce als auch Pyrenäen sehen zu können, ich hab dutzende solcher Fotos gemacht...

Das sind die Pyrenäen im Hintergrund, das Foto stammt von dem Weg ohne Ziel-Trip.

Hier die einzige sehenswerte Ansicht des Klosters, dafür mit feschem Gegenlichteffekt.

Dieses Foto entstand auf dem Weg mit Ziel, dessen Öffnungszeiten leider erst DORT angeschlagen waren. Dazu noch dieses Warnschild. Der Kerl, der mal eine grüne Jacke hatte, wusste ebenso wenig wie ich, was er davon halten soll. Soll er einen Regenschirm einsetzen? Die bloßen Hände? Soll er die kreischenden Kinder gegenüber die Schlucht hinunterwerfen?



















